Riegenausflug der Frauenriege 2012 ins Bally Schuhmuseum - STV Obergoesgen

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Riegenausflug der Frauenriege 2012 ins Bally Schuhmuseum

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Der Halbtagesausflug der Frauenriege des STV Obergösgen führte uns für einmal nur 2 Dörfer weiter in die Nachbarsgemeinde Schönenwerd. 15 Turnerinnen trafen sich am 19. April 2012 um 13.30 Uhr bei der Kanalbrücke, um den Weg nach Schönenwerd zu Fuss in Angriff zu nehmen. Nachdem es die Tage vorher und auch noch am Morgen des 19. April heftig geregnet hat, glaubte niemand so richtig daran, dass wir wirklich nach Schönenwerd wandern konnten. Doch es blieb am Nachmittag nicht nur trocken, es wurde sogar richtig warm. Auf jeden Fall kamen einige bei dem zügigen Marsch ins Schwitzen. Nach einer Stunde Marsch trafen wir beim Bahnhof Schönenwerd auf eine 2. Gruppe Turnerinnen, die entweder mit dem Bus, dem Auto oder zu Fuss aus einer anderen Richtung dorthin gelangt ist.

Nachdem das obligate Gruppenföteli geschossen wurde, Reni kletterte dazu extra halsbrecherisch auf einen Brunnen, damit auch ja keine Doppelkinns auf dem Foto zu sehen sind, begaben wir uns Richtung Bally-Schuhmuseum. Dort erwartete uns Frau Kiefer für eine ca. 1 ½ stündige Führung. Frau Kiefer entpuppte sich als sehr sympathische, brillante Erzählerin einer ca. 120 jährigen Schuhgeschichte. Von der Gründung der Schuhfabrik über die Entstehung verschiedenster Sprichwörter (wie z.B. Schuster bleib bei deinen Leisten, auf Schuster's Rappen) oder wieso wir heute die Ausdrücke "Lädele" oder "Stögelischuhe" benutzen, einfach über alles, wusste Frau Kiefer zu berichten. Sehr spannend war auch zu erfahren, was Schuhe im Allgemeinen für eine Bedeutung hatten. z.B. wurde nie jemand ohne Schuhe an den Füssen beerdigt (damit keine bösen Geister in den Toten eindringen konnten, oder die bösen Geister den Toten nicht verlassen konnten). Es bestand sogar der Glaube, dass Schuhe im Bett getragen, eine Schwangerschaft verhindern konnten. Die Art der Schuhe gab auch Auskunft über die Herkunft des Trägers. Gar keine Schuhe oder einfache Sandalen, für das einfache Volk, über Halbschuhe bis zu den Stiefeln, für den Adel. Wieder einmal mehr haben wir auch feststellen können, dass sich die Mode auch bei den Schuhen stets wiederholt. Wir haben fast 100 jährige Schuhe gesehen, die heute als absolut top modern durchgehen könnten.

Nach der sehr interessanten Führung begaben wir uns ins Restaurant Linde in Schönenwerd, wo uns ein Apéro mit Snacks erwartete. Dies war für viele die Rettung, denn der Durst und Hunger plagte schon einige. Mit einem anschliessenden, feinen Znacht (Fitnessteller, wie es sich für linienbewusste Turnerinnen gehört), das uns speditiv serviert wurde, liessen wir den Tag ausklingen und kehrten, bereichert mit "schuhischem" Wissen, gegen 21.00 Uhr nach Hause zurück. Vreni, dir einmal mehr, herzlichen Dank für die Organisation.

Evi Huber


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